Wir hatten gestern Abend ja einen so heftigen Hagelschauer, dass ich schon um unsere Womo-Dachluken Sorge hatte.  Es folgte noch ein Gewitter, welches fast zwei Stunden andauerte.  Während der Zeit war es nicht möglich irgendwelche Womofenster oder Luken zu öffnen.  Nach Mitternacht war aber alles vorbei und wir haben danach gut geschlafen.  Am Morgen weckte uns kurz nach 7:00 Uhr die laute Unterhaltung einer Gruppe, die sich dort zu einer Kaffeefahrt traf.  Auf meine Frage hin, warum der Womo-Stellplatz für eine Woche gesperrt ist, bekam ich die Information, dass ein Zirkus dort gleich Samstag früh sein Zelt aufbaut.  

 

 

Gemeindemitarbeiter säuberten ab 8:00 Uhr, wie oben zu sehen ist, den ganzen Platz mit Laubbläsern.  Nach dem Frühstück fuhren wir kurz bei einer nahe gelegenen Lidel-Filiale vor.  Regina fiel auf, dass im Supermarkt sehr viele Schweizer Bürger ihren Großeinkauf tätigten.  Es macht den Eindruck als wenn Lebensmittel in der Schweiz teurer sind als in Deutschland.

Dann fuhren wir zum Womo-Parkplatz, der in Schaffhausen gegenüber vom Rheinfall liegt.  Ich hatte den gestern nicht ins Auge gefasst, weil ich Schwierigkeiten bei der Bezahlung mit Schweizer Franken befürchtete.  Auch war ich davon ausgegangen, dass an einem solchen touristischen Highleit keine freien Stellplätze mehr verfügbar wären. Beides bestätigte sich nicht.  Die für Womos ausgewiesene Fläche war viel größer als ich gedacht hatte.  Auch die Bezahlung der Parkgebühr erwies sich als unproblematisch, wenn man per Karte bezahlte.

 

 

Auf der anderen Flußseite sieht man den Rheinfall.

 

 

Touristikboote fuhren sehr dicht an den Wasserfall heran.

 

 

An der Kasse tummelte sich eine sehr große Anzahl an fremdländisch aussehenden Touristen.   Ein Junge, der mich auf Alma hin ansprach, sagte dass sie eine Reisegruppe aus Indien wären.  Später sprach ich noch mit einem Pärchen, welches nicht zu der indischen Gruppe gehörte.  Die beiden kamen aus Sri-Lanka.  Also ein international sehr bekannter Touristikpunkt ist das hier.

 

 

Als nächstes Besuchsziel hatten wir uns die Kolbinger Höhle ausgesucht, auf dem obigen Bild durch einen roten Punkt gekennzeichnet. 85 km betrug die Strecke.dorthin.

 

 

Auf dem Weg dorthin gab es jedoch Probleme.  Bevor wir von Süden den Ort Neuhausen ob Eck erreichten war für eine lange Strecke die Geschwindigkeit auf 50 km/h beschränkt, obwohl dort noch gar nicht der Ort begann und nur Wiesen zu sehen waren.  Im Ort angekommen wollten wir geradeaus die Kreuzung in Richtung Norden passieren.  Dort stand aber ein Einfahrsverbotsschild mit dem Zusatz „Frei bis zum Festivalgelände“.  Also nach links abbiegen.  Da wiederholte sich die Beschilderung.  Meine Navigations-App weigerte sich Alternativvorschläge zu machen.  Den Weg über Buchheim konnte ich auf der Karte in dem Moment nicht erkennen.  Also suchte ich mir die Orte Tuttlingen und Rottweil als Zwischenziele aus.  30 km an Umweg bedeutete das.  Auf Plakaten sah ich den Begriff Southside Festival.  Spätere Internetsuche ergab, dass das Southside Festival hier im Süden das Gegenstück zum Hurricane Festival in Scheeßel ist.  Die beiden Festivals werden von demselben Veranstalter organisiert und die meisten Gruppen spielen auf beiden Festivals.  59000 Besucher sollen heute da gewesen sein.  Während des Unwetters gestern Abend, musste das Festival für zwei Stunden unterbrochen werden.  Die Veranstalter forderten die Besucher auf in der Zeit Schutz in ihren Autos zu suchen.  Als wir bei der Kolbinger Höhle nach 30 km Umweg ankamen, hörten wir deutlich die Musik des Festivals, welches ja nur 5 km entfernt war.

 

Der Besuch der Koldinger Höhle ist mit 3,50 € für Erwachsene sehr preiswert.  Geöffnet ist sie nur am Wochenende und kann allein im Rahmen von geführten Gruppen besichtigt werden.

 

 

Die kühle Höhlenluft war ein angenehmer Kontrast zu den 33 °C, die draußen vorlagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Geführt wurde die Besuchergruppe von dieser jungen Frau.  

 

 

Besonders krass war das Verlassen der kühlen Höhle, zurück in die heutigen hohen Temperaturen.  Für die Übernachtung hatten wir uns den Ort Riedlingen ausgesucht.  65 km waren dafür noch zu fahren.

 

 

Der Stellplatz wird von der hiesigen Gemeinde betrieben.  Zum Öffnen der Zugangsschranke musste man endlos viele Information eingeben.  Name, Vorname, Kfz-Kennzeichen, Stadt, Straße, Hausnummer, Telefonnummer und Email-Adresse.  Ohne eine Email-Adresse bekommt man nicht die Zugangskarte.  Es hätte nur noch gefehlt die Daten der Großeltern abzufragen, wie wir es in Algerien früher mal erlebt hatten.  Der ganze Eingabewust musste für Regina noch mal wiederholt werden.  24 € kostet die Übernachtung hier für ein Womo und zwei Personen.  Positiv dagegen ist zu vermerken, dass die angebotenen Stellplätze durchnummeriert sind.  Bei.der Platzbuchung entscheidet man sich für genau eine Platzgröße.  Je nach Platzgröße ist die Standgebühr höher oder niedriger.  Auch positiv ist die Nachtbeleuchtung der einzelnen Standplätze, sowie der große Abstand zwischen Toilettenentleerung und Trinkwasserhähnen.   Manche Leute benutzen den Trinkwasseranschluss um ihre Toilettenbox noch mal sauberzuspülen.  Das finde ich recht ekelhaft und wird hier nicht passieren.

 

 

Nach dem Abendessen gab es noch einen Spaziergang entlang der Donau, die sich direkt neben dem Stellplatz befindet.  Informationstafeln weisen darauf hin, dass man über die Flussbegradigungen viele Probleme für die Ortschaften generiert hat  im Falle von Überflutungen.  Hier hat man teilweise den Boden 2 Meter tief ausgehoben, um Volumen für potentielle Überschwemmungen zu schaffen.

 

 

Eine ganze Allee von Bäumen war abgestorben.  Diesen Baum hat man für Störche präpariert.  Gleich daneben ein zweiter besetzter Nistplatz.  Auch unterwegs hatten wir schon ein besetztes Storchennest gesehen.  

Uns aufgefallen ist die große Sauberkeit, die man beim Durchfahren der Ortschaften sieht.  Da liegt kein Papier oder Müll herum,  alles sieht picobello-sauber aus.  Die heute durchfahrenen Ortschaften zeigten aber kaum Leben.  Alles wirkte wie verlassen.  Regina sah da den Zusammenhang zur extremen Hitze, die heute geherrscht hat.