Für heute hatten wir uns einen Spaziergang um die Halbinsel  Zwergern vorgenommen.

 

Einen sehr großen Teil der Strecke konnten wir am Seeufer des Walchensees
entlang gehen.  Nur eine kurze Strecke war durch Weidezäune versperrt.  Das
kleine Kirchlein, welches gleich gezeigt wird, befindet sich oben rechts an der
„Nase“, zu der wir einen Abstecher machten.

 

 

 

 

Alma scheut sich aus Seen Wasser zu trinken, wenn es etwas Wellengang gibt.  Irgendwie ist ihr das nicht geheuer.  Also musste Regina per Schöpfkelle das Wasser zu Alma bringen.

 

 

 

 

Ein großer Baum trug diese Früchte.  Ich bin nicht gut in der
Botanik bewandert und konnte die hier gezeigten Fruchtkörper
nicht einordnen.  Meine Pflanzenbestimmungs-App sagt mir
dann, es sei eine Rotbuche.  In den hier zu sehenden Frucht- 
körpern entwickeln sich wohl die leckeren Bucheckern, die ich
als Kind gerne gesammelt hatte.

 

 



 

Zu dieser kleinen Kapelle sind wir einen Abzweig gegangen.

 

 

Die Kapelle wird noch regelmäßig genutzt.  Momentan steht eine Farbauffrischung an.

 

 

Würde man in dieses Bild reinzoomen, dann könnte man im Hintergrund noch von Schnee bedeckte Gipfel entdecken.

 

 

Ein Blick zurück auf die kleine Kapelle bei der wir gerade waren.

 


Auf halber Strecke passierten wir eine Gruppe von drei oder vier Häusern.  Ein Mann hob mit einer Mistforke zuvor mit der Motorsense abgemähtes Gras auf.   Ich wollte ihm ein freundliches Wort zukommen lassen und fragte ob er das als Heu fürs Vieh verwenden wolle.  Er reagierte recht ablehnend und grummelte etwas in sich hinein.  Dann besann er sich doch und kam ein paar Schritte auf mich zu und fing an zu erklären, dass das dort gelegene alte Haus seiner im letzten Jahr verstorbenen Tante gehört hätte.  Ich fragte ihn ob er denn in der Landwirtschaft gearbeitet habe.  Das verneinte er und sagte, er habe in einer in der Nähe gelegenen Maschinenfabrik gearbeitet.  Auf meinen Kommentar, dass es sicherlich in dieser ländlichen Gegend nicht leicht sei einen Job zu finden, beantworte er mit der Aussage, ja das habe sein Arbeitgeber bei der Höhe des Lohnes auch intensiv ausgenutzt.  Dann sagte er, dass er 45 Jahre in das Rentensystem eingezahlt habe, und das was er jetzt an Rente bekomme sei beschämend niedrig.  Dann redete er sich immer mehr in einen Wutausbruch hinein über Politik und Politiker im allgemeinen, um mir schließlich seine zukünftige Wahlentscheidung zu vermitteln.  Er war kaum noch zu stoppen.  Zu dem alten, renovierungsbedürftigen Haus  (ohne Seeblick auf einer abgelegenen Wiese am Waldrand)  seiner verstorbenen Tante, vor dem wir ja standen, erzählte er folgendes.  Vor ein paar Jahren war das Haus auf einen Verkehrswert von 200000 € gesetzt gewesen.  Jetzt wird bei der Erbschaft aber der Bodenrichtwert berücksichtigt.   Dieser ist dort auf den astronomischen Wert von 2000 € pro Quadratmeter festgesetzt worden, der Walchensee ist ja schließlich nicht weit entfernt.  Ich möchte bezweifeln, dass selbst in dem Ort, in dem wir gestern kaum einen Parkplatz fanden, die Grundstücke zu solch einem hohen Preis den Besitzer wechseln.  Und auch bei uns in der Bündtwiete wurde ein Wert von 800 € verwendet.  Ein Preis zu dem in unserer Straße noch kein Grundstück verkauft wurde.  Der Mann führte aus, dass selbst unter Anrechnung des Freibetrages von 400000 € ,  was dort dann einer Fläche von 200 Quadratmetern entspricht,  die restliche Grundstücksfläche ( ich schätze  tausend oder zweitausend Quadratmeter) immer noch in soviel Erbschaftssteuer resultieren würde, dass er diese Summe selbst über einen Verkauf nicht erzielen könnte. Ja in diesem System liegt wirklich ein großer Fehler, wenn die Erbschaftssteuer höher ist als das was man real bei einem Verkauf erzielen könnte.  Die Festlegung der Bodenwerte ist vollkommen willkürlich.  Auch wir hatten zu Hause mit der Argumentation, dass die Bodenrichtwerte nicht stimmen würden, beim Finanzamt widersprochen.  Das hat die aber nicht interessiert.  Sollen wir jetzt, stellvertretend für alle anderen Betroffenen, bis vor den Bundesgerichtshof gehen mit einer Klage?  So richtig aufmunternde Worte fielen mir nicht ein, bevor ich mich verabschiedete.

 

 



 

Drüben am Berghang erkennt man die Trasse einer Seilbahn mit dem Namen Herzogstandbahn.  Sie bringt einen auf 1600 m Höhe.  Dort oben wird man einen tollen Blick auf die anderen Alpengipfel haben.

 

Ungefähr 9 km haben wir auf unserer heutigen Wanderung zurückgelegt.

 

 

Der Platz hat sich zum Abend hin immer mehr gefüllt.  In der Zeit der Sommerferien sollte man hier vermutlich früh kommen, um noch einen Platz zu erwischen.